Vorentscheide, Runde 2: Polen & Armenien

Donnerstag, 18. Februar, 2010 um 19:22

Am Sonntag wählten Polen & Armenien ihre Vertreter/innen für den ESC 2010.

Beginnen wir mit Polen, hier votierten 33,6% der Televoting-Stimmen "Marcin Mrozinski" mit dem Titel  "Legenda” zum Kanditat für den ESC.

Laut diverser Foren war er zwar nicht der beste Titel des Abends - die Eurovision-Granden Edyta Górniak und Mietek Szcześniak stellten die Kandidaten für Oslo vollständig in den Schatten - jedoch wurde Marcin Mronzski vom ausrichtenden Sender TVP und auf deutlichen Druck des polnischen Eurovision-Fanclubs hin als letzter Teilnehmer des Vorentscheids gewählt.

Ja, er ist ganz hübsch anzuschauen, wie er da im Anzug und weißem Hemd auf der Bühne steht. Dazu ein Balletttänzerpärchen, zwei folkloristisch und eine edel gekleidete Backgroundsängerin. Außerdem auf der LED-Leinwand der Hintergrund von Island 2009. Soweit, so stimmig. Aber das Lied! Das halb geschriene opening ist noch ein Hinhörer, danach geht’s aber bergab. Dazu kommt Marcins schlechtes Englisch und ein noch schlimmerer Text ("being together, even the weather"). Sorry, Polen - so wird das nichts.

"Eva Rivas" mit dem Song "Apricot Stone" singt von Armeniens bestem Exportschlager, dem dort am meisten gegessenen Obst: Aprikosen, um genauer zu sein deren Kern. Mich haut das Lied nicht wirklich vom Hocker. Dabei klingt das von ESC-Veteran Karen Kavaleryan geschriebene "Apricot Stone" nicht einmal besonders armenisch, was ich sehr schade finde, denn "Inga and Anush's - Jan Jan" im vergagenen Jahr war schon einer meiner heimlichen Favoriten - gerade wegen seinem kaukasischen Sound - und könnte (bis auf das obligate Duduk-Solo) in ähnlicher Form auch von Nelly Furtado gesungen werden. Aber wer weiß, vielleicht ist das ja der Schlüssel zum ersten armenischen Eurovisionssieg.

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Ein Kommentar to “Vorentscheide, Runde 2: Polen & Armenien”

  1. maisie sagt:

    polen werden wir im finale wohl nicht sehen, der armenische beitrag hingegen gefällt mir sehr gut. schöne frau, schönes lied und zur abwechslung finde ich es mal ganz gut, dass es nicht "armenisch" klingt - da würden sicher einige jammern, dass aus armenien immer die gleichen songs kommen - ich finde die abwechslung gut.
    lg
    maisie

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