15 min. zu Fuß zu IKEA - Schlittschuhe wären praktischer gewesen
Samstag, 16. Januar, 2010 um 20:30Heute wollte ich mich mal wieder schnell zum IKEA in Düsseldorf aufmachen. Schnell war nur leider definitiv der falsche Ansatz für heute.
Ein paar Tage davor hatte es hier mal wieder extrem geschneit und ich plante einen schönen Winterspaziergang zu meiner Lieblings-Einrichtungs-Location. Wissend, dass IKEA Düsseldorf gerade umbaut (angeblich wird es der IKEA Flagstore und das größte IKEA Einrichtungshaus weltweit) und sie deswegen viele Artikel zu super günstigen Konditionen anbieten, machte ich mich am Samstag nochmal auf den Weg.
Ja, günstig war es wirklich - nur, es waren mega viele Menschen dort und wollte man den Weg zurück (ich suchte Tisch-Sets, fand Sie nicht in der Küchenabteilung und als ich am Ende der Blumenabteilung war, wusste ich "Ich bin falsch und muss wieder retour") - tja, ein Slalom auf der Westautobahn zu Beginn der Sommerferien ist glaub ich einfacher. Enge Wege, die links und rechts mit Spanplatten begrenzt wurden, und alle gingen in eine Richtung - zur Kasse. Meine Sets fand ich dann im Warenregallager. Den Horror-Rückweg hätte ich mir sparen können. Aber eigentlich wollte ich näher auf den Heimweg eingehen - denn der war heute eine reine Eislauffläche. Am Mittwoch noch Schneeverwehungen, heute eine angenehm kühle Briese, aber Gehwege für die man Schlittschuhe benötigt hätte.
Nach dem Shopping (es wurden ein paar Pölster (dt.: Kopfkissen), Bettwäsche, Tischsets, Tagesdecke, Kochhandschuhe - und es wäre nicht IKEA wenn da nicht auch noch ein paar Kerzen den Weg in die gelbe Tragetasche gefunden hätten.
) machte ich mich also frohen Mutes gen trautes Heim.
Eigentlich wollte ich den Bus nehmen - nur fährt dieser Samstags nur alle halben Stunden, also bin ich wieder den selben Weg zu Fuß gegangen. Es hat mich zwar nicht "hingelegt", aber Panik hatte ich durch und durch. Dunkler Wald, dunkle Wege und eine düstere Gestalt die mit ihrem Rottweiler am Ende der Brücke (siehe Bild) Gassi gehend auf mich zu kam - als dann noch seine Taschenlampe genau in meine Richtung schien, war's um meine Nerven geschehen. Blitzartig entwickelte ich die Technik "mach ein Foto (mit dem Handy) im 30 Sekunden Takt vor dir und dann wieder hinter dir" - sollte dir was passieren, schmeiß das Handy ganz weit weg - die Kripo findet es hoffentlich. Und weiß dann ob der Hund schöne Zähne hatte. Trotzdem fühlte ich mich sicherer.
Doch es passierte Gott sei Dank nichts und ich konnte meinen Heimweg ohne Zwischenfälle fortsetzen.
Schlittschuhe hätten mir aber jedenfalls sowohl den Hin- als auch den Rückweg verkürzt und sicher weniger Paranoia in mir ausgelöst.
Kategorie: Kreuz & Quer













