Stefan Raab und der Erfolg
Montag, 16. Februar, 2009 um 22:08Man kann von Stefan Raab halten was man will, doch egal welches Projekt er ins Leben ruft - es wird ein Erfolg.
Ich selbst schaue schon lange kein TV-Total mehr, die Idee war ja am Anfang recht unterhaltsam nur inzwischen könnte auch hier ein Untertitel eingeblendet werden der nur besagt "Werbesendung für"... B-C-D-Promis, Musikkünstler/innen die gerade auf Promotour sind (von denen man viele gar nicht kennt), frustrierten Ex-Top-Model Kandidatinnen (warum wird eigentlich nicht mal ein männliches Topmodel gesucht?), ausgeschiedenen mentalen Künstlern (Künstlerinnen hab ich in diesem Format leider noch keine gesehen) oder enttäuschten Teenies die mit der "harten" (teils für mich unverständlichen) Kritik eines Detlef D-Soost nicht fertig wurden. Dies langweilt und ermüdet - bewegt mich, der um diese Uhrzeit noch mal gern vorm einschlafen fernschaut, nicht auf die Taste 7 bei meiner Fernbedienung zu drücken.
Wenn ich aber wie heute lese, "Schlag den Raab" läuft nun auch in Kroatien an - beim kroatischen Sender RTL, ein Sender der RTL Group SA (abgeleitet aus Radio Télévision Luxembourg) zudem auch der deutsche Sender RTL gehört, muss ich nur schmunzeln. Wie sehr duellieren sich doch Pro7 und RTL in Deutschland wenn es um Quoten, Zielgruppe und die dadurch erwirtschafteten Werbeeinnahmen geht?
Wird bald vielleicht aus "Deutschland sucht den Superstar" bei RTL ein "Deutschland sucht den Songcontestsieger"? In der Jury sitzt Raab? Immerhin hat er Deutschland 1998 mit dem Lied "Guildo hat euch lieb" (Guildo Horn) auf Platz sieben verholfen, 2000 erreichte Stefan Raab mit dem Titel "Wadde hadde dudde da" (Stefan Raab) Platz fünf. Mit Max Mutzke ("Can't Wait Until Tonight") landete er 2004 einen großen Erfolg mit dem Casting-Wettbewerb "SSDSGPS" (Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star), mit dem Max leider nur achter des Eurovision Songcontest wurde.
Klingt doch als die Lösung des Debakels für die deutsche Musik- & Medienlandschaft. Musikverlage müssen keine Meetings mehr einberufen ob sie nun Künstler X oder Y vorschlagen und in etlichen Sitzungen die Für- und Wider abwiegen. Auch der NDR wäre weiter entlastet, was man in der Redaktion dort nur begrüßen wird - denn der Oscar Loya könnte 2010 wieder Stress in die Redaktion bringen...
Und ein Stefan Raab bei "die 10" wäre am Bildschirm irgendwie auch so gewöhnungsbedürftig wie wenn es heißen würde "Schlag die Sonja".
Ich wünsche Raab und seinem Team, dass sie weiterhin die Möglichkeit haben ihre Ideen und Vorstellungen umsetzen zu können. Der schnelle Export von "Schlag den Raab" zeigt klar und deutlich dass auch deutsche Formate nach wie vor in Europa einen Markt finden.
Kategorie: Medien / Song Contest


